Karfreitag

Der stille Tag. Der Tag an dem Jesus gekreuzigt wird.

Da weiterhin keine Gottesdienste gefeiert werden dürfen, ist es eine Möglichkeit den Leidensweg Jesu zu Hause oder bei einem Spaziergang nachzuempfinden.

Der #himmelsleuchten Kreis aus der katholischen Gemeinde Benrath-Urdenbach hat einen Fahhrradkreuzweg geplant. Dieser Kreuzweg führt als Fahrradtour durch Benrath, Urdenbach und durch die Urdenbacher Kämpen. An 7 Stationen kann man innehalten und durch Gebet, Stille und Impulse mit Jesus seinen schweren Weg gehen. Jeder ist eingeladen die eigenen Kreuze und persönlichen Kreuzwege Jesus mit auf den Weg zu geben.
Auch für Kinder gibt es an jeder Station einen Impuls oder eine Aufgabe.
Die Möglichkeit zu diesem Kreuzweg besteht an Karfreitag, 10. April,
von 10-17 Uhr.
Der genaue Fahrplan mit den eingezeichneten Stationen finden Sie hier. Drucken Sie ihn aus und nehmen Sie sich einen Stift mit auf den Weg.
Wenn Sie die Impulse der Stationen schon im Vorfeld ausdrucken möchten, schicken Sie bitte eine Mail an a_conradi@yahoo.de (ab Donnerstag 18 Uhr).

Für Zuhause oder für einen Spaziergang gibt es hier einen Impuls mit drei Stationen. Dazu kann z.B. das Lied „Meine engen Grenzen“ gesungen werden:

Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite, Herr, erbarme dich? (2x)

Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke, Herr, erbarme dich? (2x)

Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme, Herr, erbarme dich? (2x)

Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit
bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat, Herr, erbarme dich? (2x)

Hände

Hände, Foto [tp]

Wozu sind Hände fähig? Wir haben zwei davon, die uns beim Bewältigen unseres Alltags helfen, ständig brauchen wir sie. Wir benutzen sie um Gutes zu tun, zu helfen, zu trösten. Manchmal gebrauchen wir sie aber auch zum Streiten oder Schlagen.

Gefesselte Hände:
Schaut Euch ein Bild von gefesselten Händen an oder vielleicht stellt sich einer zur Verfügung, sich die Hände fesseln zu lassen (aber gut aufpassen!)
Hände, die gefesselt sind, können nichts mehr tun, Sie könne nicht helfen, nichts halten. Sie können nicht handeln. Ein Mensch mit gebundenen Händen ist hilflos.
Der Stadthalter Pilatus hat Jesus verurteilt. Jesus steht still mit gefesselten Händen, aber aufrecht. Pilatus ist unsicher, auch ihm sind die Hände gebunden, er kann nicht frei handeln. Das Volk verlangt von ihm: gib uns Barnabas frei und kreuzige Jesus. Pilatus gebraucht nicht seine Hände, um Jesus zu schützen, Er gibt dem Drängen des Volkes nach.

Wir überlegen uns: Mir sind die Hände gebunden, ich kann nicht anders. Wie oft sage ich diesen Satz. Wenn ich nicht den Mut habe meinem Nächsten beizustehen, ihn zu unterstützen. Wenn jemand traurig ist und ich ihm nicht die Hand drücke.

Gott, oft fehlt mir einfach der Mut, meine Hände zu öffnen, sie jemandem zu reichen und damit zu sagen: ich bin da, ich halte zu dir!

Helfende Hände:
Wie sehen helfende Hände aus? Versucht eine Geste, eine Haltung zu finden, die es ausdrückt!

Aus zwei Balken wird ein schweres Kreuz gezimmert. Jesus muss es aufnehmen und annehmen, er muss es selbst tragen. Der Weg nach Golgatha ist weit und beschwerlich. Jesus geht die Kraft aus. Er kann nicht mehr. Da entdecken die Soldaten in der Menschenmenge am Weg eine Mann, Simon von Kyrene. Sie rufen ihn und befehlen: „Hilf Jesus das Kreuz tragen!“
Eigentlich wollte Simon nur schauen, was hier los ist und dann weitergehen. Aber jetzt., da Jesus ihn anschaut, nimmt er ihm das Kreuz ab und trägt es weiter. Jesus spürt die helfenden Hände. Das tut gut.

Nicht immer fällt es mir leicht, zu helfen, in Situationen, wo ich gefordert bin, auch zuzugreifen.

Gott, gib mir Hände, die helfen können und möchten und nicht immer eine Entschuldigung suchen.

Leblose Hände:
Jesus weg ist zu Ende. Auf dem Berg Golgatha stellen die Soldaten das Kreuz auf. Drei Kreuze stehen da, das Mittlere ist für Jesus. An dieses nageln die Soldaten Jesus. Er hat Angst, aber kein böses Wort ist von ihm zu hören und auch seine Hände verteidigen sich nicht.
Das fällt auch einem der beiden Männer auf, die mit Jesus gekreuzigt werden. Und er bittet: “ Herr, denke an mich und beschütze mich, vergib mir meine Schuld.“ Jeus verspricht es ihm. Er vergibt ihm. Da weiß der Mann, dass er keine Angst mehr haben muss. So wie ihm will Gott allen Menschen vergeben.
Dunkel wird es im ganzen Land. Jesus ruft noch einmal nach seinem Vater im Himmel, dann ist er gestorben.

Oft übe ich mit meinen Händen Macht aus. Ich will um jeden Preis gewinnen, will es auskosten, wenn ich stärker bin, überlegen.

Gott gib, dass ich mit meinen Händen meine Macht nicht missbrauche und andere kraftlos mache.

Hoffende Hände:
Das Kreuz ist nicht mehr da. Die Hände, die wir sehen, strömen Ruhe, Trost und Frieden aus.
Jesus schwerer Weg ist zu Ende. Die Freunde Jesu sind traurig und allein. Aber irgendetwas Gutes möchten sie mit ihren Händen Jesus noch tun. So machen sich drei Frauen auf den Weg zu Jesu Grab. Aber wie groß ist ihr Erstaunen, der Stein ist weg. Jesus ist nicht mehr da, das Grab ist leer.
Ein Engel spricht zu den Frauen: „Jesus ist nicht mehr hier, er ist auferstanden!“ Voller Freude laufen die Frauen zurück und berichten den Jüngern alles, was sie erlebt und gesehen haben.

Wir überlegen: Es gibt Zeiten, da sind meine Hände verkrampft, sie können sich nicht öffnen: wenn ich Angst habe, wenn ich zornig bin. Es gibt Zeiten, da erscheint alles dunkel um mich. Und doch kann ich auf eine glückliche, zufriedene, fröhliche Zeit hoffen. So wie die Frauen am Grab. Sie brauchen ihre Hände nicht mehr verkrampfen, Sie können ihre Hände frei bewegen. Jesus lebt, er ist auferstanden. Er ist die Kraft für ihre und unsere Hände.

Gott, danke, dass meine Hände entspannt sein dürfen, danke dass meine Hände voller Lebenskraft und Freude sein dürfen.

Gott segne dich.
Er schenke dir Hände, die Lasten aufnehmen und tragen können.
Er öffne deine Hände, dass sie zärtlich streicheln können.
Er fülle deine Hände mit Lebendigkeit und Freude.


Und jetzt sind die Hände gefordert auszuprobieren:

  • was können die Hände alles?
  • legt eure Hände aufeinander, welche ist größer, kräftiger, zarter, bei wem ist die Haut weicher, rauer?
  • legt eure Hand auf ein Blatt Papier und schneidet sie aus. Schneidet mehrere aus, (am besten aus buntem Paper oder malt es an) und klebt die Hände wie eine Blume zusammen.