„Unsere“ Baustelle Urdenbacher Dorfstraße 13

Was lange währt, wird endlich gut! Helfen Sie mit?!

Es ist eindeutig: Es tut sich etwas an der Urdenbacher Dorfstraße 13!

Foto: mrr architekten

Lange genug hat es gedauert. Aber den richtigen Architekten zu finden, Abstimmungen mit dem Bauaufsichtsamt, der Denkmalbehörde, dem Landeskirchenamt und dem Kirchenkreis vorzunehmen, sind eine langwierige Sache. Nun aber ist es geschafft; der Bau ist gestartet.


Die Geschichte des Hauses und unser Konzept

Herzenssache Urdenbach: Geschichte bewahren, Zukunft gestalten!

Foto: Christoph Wylezol

Das Gebäudeensemble: Das Fachwerkhaus „Urdenbacher Dorfstraße 13“ wurde 1725 gebaut und prägt im Zusammenspiel mit der Dorfkirche von 1693 das Ortsbild von Urdenbach. 1983 wurde das Fachwerkhaus in die Denkmalliste der Stadt Düsseldorf eingetragen. Kirche und Fachwerkhaus haben ihren eigenen historischen Wert, funktionieren aber insbesondere als Ensemble und repräsentieren den Stadtteil mit seinem dörflichen Charakter.

Im Jahr 2017 nutzte die Evangelische Kirchengemeinde Urdenbach die einmalige Chance, das denkmalgeschützte, identitätsstiftende Fachwerkhaus zu erwerben, damit zu bewahren sowie Kirche und Fachwerkhaus nun zusammen zu führen.

Schließlich konnte das Düsseldorfer Architekturbüro mrr Architekten gewonnen werden, um das jetzige Konzept zu entwickeln, das das gesamte Gebäudeensemble einschließlich Kirche und Sakristei neu definiert. Dies beinhaltet insbesondere folgende Aspekte:

  • Denkmalgerechte Wiederherstellung des Fachwerkhauses
  • Wiederherstellung der ursprünglichen Baukonzeption der Dorfkirche als freistehendes umwandelbares Bauwerk
  • Gezielte Öffnung der denkmalgeschützten Mauer zwischen Dorfkirche und Fachwerkhaus zur Schaffung eines attraktiven begrünten Innenhofes
  • Errichtung eines Osthauses zur Nutzung für größere Veranstaltungen

Mit der Sanierung und Herrichtung des Fachwerkhauses, der Öffnung des Grundstückes sowie dem Abriss von Sakristei und Verbindungsgang erwacht ein erlebbares Stück Alt-Urdenbach neu.

Hier finden Sie unseren Info-Flyer mit allen Informationen in Kurzform.


Das Fachwerkhaus

Foto: Hans Thul

Beim Fachwerkhaus handelt es sich um ein Paradebeispiel für die Fachwerkarchitektur der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Trotz vieler Veränderungen in der Vergangenheit lässt die Bausubstanz viele Erkenntnisse zu. Insbesondere der Kamin und die rußgeschwärzten Deckenbalken im Obergeschoss zeugen  von einer sogenannten Rauchstube oder -küche . Dabei handelte es sich um eine Küche, in der auf offenem Feuer gekocht wurde und der sich unter der Decke sammelnde Rauch in den Dachraum oder durch z.B. einen hölzernen Kamin ins Freie entweichen konnte. Dieser historische Bezug bildet den Kerngedanken des jetzigen Ausbaus, in dem Kamin und Stube neu(-zeitig) interpretiert werden.

Foto: tp

Die Eingangstür des Gebäudes wird auf die Hofseite verlegt und ist barrierefrei. Nach Betreten des Hauses steht man im Kleinen Foyer, um das sich die Räume des Erdgeschosses gruppieren. Über das Kleine Foyer wird der Besucher intuitiv über das bis ins Dachgeschoss offene Treppenhaus zunächst in das Große Foyer im ersten Obergeschoss als großzügige umlaufende Kommunikationszone geführt und dann bis hinauf ins geteilte Dachgeschoss.

Das Osthaus

Um auch im neuen Ensemble einen Raum für größere Veranstaltungen zu haben, entstand die Idee des Osthauses. Dieses in Holzbauweise errichtete Gebäude mit Satteldach ergänzt die vorhandene Dachlandschaft, die sich in der Nachbarschaft der Grundstücke erstreckt. Zwischen Osthaus und der Nachbarbebauung  soll ein weiterer Zugang zum neuen Gelände angelegt werden.

Foto: mrr Architekten

Der Innenhof

Der Innenhof lässt viele Möglichkeiten zu. Raum für Begegnung, Gemeinschaft leben, aber auch Innehalten und das für alle, die den neuen Platz genießen wollen. Geplant ist eine so weit wie möglich gehende Öffnung zum allgemeinen Verkehrsraum.

Neben der Nutzung durch die Kirchengemeinde soll das Ensemble auch im Rahmen ausgewählter kultureller Veranstaltungen für alle zugänglich sein und zur Begegnung einladen. Hierzu trägt  das offene Raumkonzept des Fachwerkhauses – zusammen mit dem begrünten Innenhof – bei. Auch die Möglichkeit der Anmietung von Räumen durch Privatpersonen ist Teil des Gesamtkonzepts.


Und jetzt Sie: Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Die Gemeinde übernimmt neben ihren originären Aufgaben als Kirchengemeinde die Erhaltung und Pflege des Fachwerkhauses und lädt alle Interessierten ein, Teil dieser Herzenssache zu werden und dazu beizutragen, dass das neue Ensemble zu einem Erfolg für Urdenbach und darüber hinaus wird. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn Sie uns mit Ihrer Spende unterstützen würden. Denn es gibt noch viel zu tun.

Sie können Ihre Spende unter dem Verwendungszweck „Herzenssache Urdenbach“ überweisen auf das folgende Konto:

Ev. Kirchengemeinde Urdenbach
DE18 3506 0190 1088 4672 36
KD-Bank Dortmund

QR-Code für Banking-App

Noch einfacher geht es mit dem folgenden QR-Code:
– Banking-App öffnen
– Überweisung starten
– QR-Code einlesen
– Betrag ergänzen

Mit Ihrer Spende leisten Sie nicht nur einen Beitrag zur Wiederbelebung eines historischen Gebäudes, sondern fördern durch Ihre Identifizierung mit dem Projekt Möglichkeiten zur Begegnung und des gemeinsamen Erlebens.  Es wird damit auch zur Ihrer „Herzenssache“.

Jede:r Spendende, sofern namentlich bekannt, wird in einem Spendenbuch verewigt. Bitte lassen Sie es uns wissen, wenn Sie nicht damit einverstanden sind.

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihren Beitrag!

Das Projekt wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.


Eindrücke aus der Bauzeit: Das Schmuckstück lässt die Hüllen fallen

Die Verwandlung vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan und Schmuckstück in der Mitte von Urdenbach lässt sich jetzt nicht nur erahnen, sondern schon sehr deutlich sehen. Bei einem Fachwerkhaus spielt Holz natürlich die Hauptrolle. Stück für Stück werden die alten Ausfachungen entfernt und die Fachwerkbalken werden sichtbar. Die Hüllen fallen! Bei den Ausfachungen finden sich unterschiedlichsten Materialien: 300 Jahre alte Lehmgefache, Ziegelmauerwerk, sogar Kalksandstein.

Nach und nach werden die schadhaften Balken durch neues Eichenholz ersetzt. Mit eigens für dieses Haus gefertigten Holznägeln – ebenfalls aus Eichenholz – werden alte und neue Balken verbunden und ein gemeinsames Neues geschaffen, die Grundlage für unser neues Schmuckstück in der Mitte von Urdenbach. Damit das Haus während des Austauschs der schadhaften Balken nicht einstürzt, wenn man ihm zum Beispiel „die Füße wegnimmt“, werden provisorische Abstützungen eingebaut.

Auf diese Weise wurde zunächst die Gebäuderückseite überarbeitet, dann der zur Kirche weisende Giebel und die Straßenseite. Jetzt arbeiten sich die Zimmerleute in den ersten Stock vor. Da das alles überwiegend Handarbeit ist, werden wir den Fortschritt der Baustelle noch eine Weile verfolgen können.

Sicher wird es Einschränkungen durch den Baustellenverkehr durch das „Leichengässchen“, Bauzäune auf dem Bürgersteig und Baulärm geben, aber am Ende werden wir ein neues Schmuckstück in Urdenbach haben.

Nachdem das gesamte Fachwerkgerüst des Hauses aufgearbeitet wurde – faszinierenderweise stand es dabei „nur“ auf solchen Keilen – ist jetzt das Ziegelfundament unter den Balken fertiggestellt. Im nächsten Schritt ging es an die oberste Etage. Im Moment laufen die Verhandlungen mit dem Denkmalamt, mit welchen Steinen die Gefache ausgemauert werden können.

Mit einem Banner wird auf die Baustelle und unsere Herzenssache hingewiesen.

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